Brustchirurgie
Bruststraffung in Graz – mit oder ohne Implantat
Bei einer Bruststraffung (Mastopexie) wird überschüssige Haut entfernt, das Brustgewebe neu geformt und die Brustwarze höher gesetzt. Fehlt zusätzlich Volumen, kann die Straffung mit einem Implantat kombiniert werden. Dr. TUCA ist Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie und berät in den Ordinationen in Graz und Fürstenfeld. Auf dieser Seite finden Sie, was eine Bruststraffung leisten kann, wo ihre Grenzen liegen und womit Sie rechnen müssen.
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Wann eine Bruststraffung infrage kommt
Die Form der Brust verändert sich im Laufe des Lebens. Häufige Gründe sind:
- Schwangerschaft und Stillzeit
- deutliche Gewichtsabnahme oder schwankendes Gewicht
- das natürliche Nachlassen der Hautelastizität mit dem Alter
- Veranlagung
Typische Zeichen sind eine Brust, die tiefer steht und an Spannung verloren hat, eine Brustwarze, die auf Höhe der Unterbrustfalte oder darunter liegt, oder deutlich unterschiedlich geformte Brüste. Ob und welche Form der Straffung sinnvoll ist, lässt sich erst nach einer Untersuchung beurteilen.
Bruststraffung mit oder ohne Implantat
Ohne Implantat wird die vorhandene Brustdrüse neu geformt und höher positioniert. Die Brust wird dabei nicht größer, sondern straffer. Sie kann sogar etwas kleiner wirken, weil Haut entfernt wird. Diese Variante passt, wenn genug eigenes Gewebe vorhanden ist und Sie mit der Größe zufrieden sind.
Mit Implantat (Augmentations-Mastopexie) wird zusätzlich Volumen ergänzt. Das kommt infrage, wenn die Brust nach Schwangerschaft oder Gewichtsabnahme nicht nur abgesunken ist, sondern auch deutlich an Fülle verloren hat, vor allem im oberen Brustbereich. Ein Implantat ersetzt die Straffung nicht. Bei deutlich überschüssiger Haut würde ein Implantat allein die Brust nicht anheben.
Straffung und Implantat werden in den meisten Fällen in einer Operation kombiniert. Die Kombination ist ein aufwendigerer Eingriff. Zu den Risiken der Straffung kommen die implantatbezogenen Risiken hinzu, etwa eine Kapselfibrose, und Implantate halten nicht unbegrenzt. Mehr zur Wahl von Form, Größe und Lage finden Sie auf der Seite Brustvergrößerung.
Ist die Brust zu groß und verursacht Beschwerden, steht meist eine Brustverkleinerung im Vordergrund. Auch dabei wird die Brust gestrafft.
Methoden und Narben
Ohne Narben ist eine Bruststraffung nicht möglich. Wie lang die Narben sind, hängt davon ab, wie viel Haut entfernt werden muss und wie weit die Brustwarze versetzt wird:
- Schnitt um den Warzenhof (periareolär): bei geringer Straffung. Die Narbe liegt am Rand des Warzenhofs.
- Schnitt um den Warzenhof und senkrecht nach unten (vertikal): bei mittlerer Straffung. Die Narbe verläuft zusätzlich von der Brustwarze zur Unterbrustfalte.
- Zusätzlicher Schnitt in der Unterbrustfalte (T- oder Ankerschnitt): bei ausgeprägter Straffung. Die Narbe in der Falte ist im Stehen meist von der Brust verdeckt.
Narben sind anfangs gerötet und können sich verdicken. Sie verblassen in der Regel über ein bis zwei Jahre, bleiben aber dauerhaft sichtbar. Wie eine Narbe verheilt, hängt auch von Veranlagung, Hauttyp und Nachsorge ab. Welche Schnittführung für Sie infrage kommt, wird vorab besprochen und eingezeichnet.
Ablauf
1. Erstgespräch und Untersuchung
Im Erstgespräch werden Ihr Wunsch, Ihre Vorgeschichte und Ihre Gesundheit besprochen. Dr. TUCA untersucht die Brust, misst sie aus und erklärt die Möglichkeiten, Grenzen und Risiken. Die Ausgangssituation wird mit Fotos dokumentiert. Diese Fotos sind nur für Ihre Akte bestimmt. Sie erhalten einen schriftlichen Kostenplan.
Vor der Operation ist ein Ultraschall der Brust vorgesehen, ab 40 Jahren zusätzlich eine Mammographie.
2. Bedenkzeit
Zwischen der abgeschlossenen Aufklärung und Ihrer Einwilligung müssen bei einer ästhetischen Operation mindestens zwei Wochen liegen (§ 6 ÄsthOpG). Diese Zeit dient der überlegten Entscheidung.
3. Operation
Die Operation erfolgt in Vollnarkose und dauert etwa zwei bis drei Stunden, auch in Kombination mit einem Implantat. Danach bleiben Sie eine Nacht stationär in der Klinik. Ob Drainagen eingelegt werden, wird während der Operation je nach Befund entschieden.
Operiert wird in der Schwarzl Klinik in Laßnitzhöhe oder, wenn Sie eine private Zusatzversicherung haben und die Bewilligungen von Krankenkasse und Zusatzversicherung vorliegen, in der Privatklinik Leech in Graz. Der OP-Standort wird im Erstgespräch festgelegt.
4. Nachsorge
Nach der Operation tragen Sie sechs Wochen lang Tag und Nacht einen Stütz-BH. Die Fäden lösen sich von selbst auf und müssen nicht gezogen werden. Kontrollen finden nach einigen Tagen und nach etwa zwei Wochen statt, wahlweise in Graz oder Fürstenfeld.
Körperliche Schonung ist in den ersten Wochen wichtig. Leichten Sport können Sie in der Regel nach vier Wochen wieder aufnehmen, vollen Sport und das Schlafen auf dem Bauch nach sechs Wochen.
Nehmen Schmerzen oder Schwellung zu, schwillt eine Seite deutlich stärker an oder bekommen Sie Fieber, melden Sie sich bitte sofort. Auch außerhalb der Ordinationszeiten erreichen Sie Dr. TUCA unter +43 670 407 4487.
Risiken
Eine Bruststraffung ist eine Operation mit allgemeinen und speziellen Risiken. Dazu gehören:
- Nachblutung und Bluterguss, Serom (Flüssigkeitsansammlung)
- Wundinfektion und Wundheilungsstörungen, vor allem am Treffpunkt der Schnitte
- auffällige, verbreiterte oder verdickte Narben
- verminderte oder veränderte Empfindung der Brustwarze, vorübergehend oder dauerhaft
- Durchblutungsstörung von Brustwarze oder Warzenhof, selten mit Gewebeverlust
- verbleibende oder neu entstehende Asymmetrien
- eingeschränkte Stillfähigkeit
- Risiken der Narkose und Thrombose
Rauchen erhöht das Risiko von Wundheilungsstörungen deutlich. Sprechen Sie das Thema im Erstgespräch an.
Wichtig für realistische Erwartungen: Die Straffung hält nicht für immer. Schwerkraft, Alterung, Gewichtsschwankungen und spätere Schwangerschaften können die Brust wieder absinken lassen.
Bruststraffung nach Schwangerschaft
Viele Frauen denken nach Schwangerschaft und Stillzeit über eine Bruststraffung nach. Sinnvoll ist der Eingriff meist, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, weil eine weitere Schwangerschaft das Ergebnis wieder verändern kann. Zwischen dem Abstillen und der Operation sollte ausreichend Zeit liegen, damit sich Brustgewebe und Gewicht stabilisieren. Den passenden Zeitpunkt besprechen Sie im Erstgespräch.
Kosten und Krankenkasse
Eine Bruststraffung kostet ab 6.960 €. Wird die Straffung mit einem Implantat kombiniert, kommen je nach gewähltem Implantat etwa 1.000 bis 1.800 € hinzu. Im Preis enthalten sind die Operation, die Narkose, der Klinikaufenthalt und die Nachkontrollen. Der genaue Betrag hängt von Methode und Aufwand ab. Sie erhalten ihn nach dem Erstgespräch als schriftlichen Kostenplan. In Graz und Fürstenfeld gelten dieselben Preise.
Eine Bruststraffung aus ästhetischen Gründen zahlt die Krankenkasse nicht. In Einzelfällen, etwa bei einer Rekonstruktion oder nach massiver Gewichtsabnahme, kann eine Kostenübernahme beantragt werden. Bei der ÖGK sind plastisch-chirurgische Eingriffe bewilligungspflichtig, der Antrag wird vor der Operation gestellt. Dr. TUCA stellt Ihnen dafür den nötigen Befund aus. Mehr dazu unter Kasse und Wahlarzt.
Bitte beachten Sie: Die Zeit, in der Sie sich nach einer ästhetischen Operation erholen, gilt sozialversicherungs- und arbeitsrechtlich unter Umständen nicht als Arbeitsunfähigkeit. Planen Sie dafür Urlaub ein und klären Sie das vorab mit Ihrem Arbeitgeber.
Häufige Fragen zur Bruststraffung
Wann brauche ich ein Implantat?
Wenn die Brust nicht nur abgesunken ist, sondern auch deutlich an Volumen verloren hat und Sie sich mehr Fülle wünschen. Reicht das eigene Gewebe aus, ist eine Straffung ohne Implantat möglich.
Werden Straffung und Implantat in einer Operation gemacht?
In den meisten Fällen ja. Ob das auch bei Ihnen sinnvoll ist, wird im Erstgespräch besprochen.
Was kostet eine Bruststraffung?
Ab 6.960 €, inklusive Operation, Narkose, Klinikaufenthalt und Nachkontrollen. Mit Implantat kommen je nach Implantat etwa 1.000 bis 1.800 € hinzu. Den genauen Betrag erhalten Sie als schriftlichen Kostenplan.
Wie sichtbar sind die Narben?
Sie bleiben dauerhaft, verblassen aber meist innerhalb von ein bis zwei Jahren. Die Narbe um den Warzenhof liegt am Farbübergang, die Narbe in der Unterbrustfalte ist im Stehen meist verdeckt.
Wie lange muss ich einen Stütz-BH tragen?
Sechs Wochen, Tag und Nacht.
Wann kann ich wieder Sport machen?
Leichten Sport in der Regel nach vier Wochen, vollen Sport und Bauchlage nach sechs Wochen.
Kann ich nach einer Bruststraffung stillen?
Häufig ist Stillen weiterhin möglich, es kann aber eingeschränkt sein. Wenn Sie noch Kinder möchten, sprechen Sie das im Erstgespräch an.
Zahlt die Krankenkasse eine Bruststraffung?
Nein, wenn sie aus ästhetischen Gründen erfolgt. Ausnahmen sind im Einzelfall möglich, etwa bei einer Rekonstruktion oder nach massiver Gewichtsabnahme. Darüber entscheidet die Krankenkasse auf Antrag vor der Operation. Dr. TUCA unterstützt Sie dabei und stellt Ihnen den nötigen Befund für den Antrag aus.
Wie lange falle ich nach der Operation aus?
Das hängt von Ihrem Beruf und vom Heilungsverlauf ab und wird im Erstgespräch besprochen. Bei einem rein ästhetischen Eingriff ist die Erholungszeit nicht automatisch ein Krankenstand.
Wie lange hält das Ergebnis?
Viele Jahre. Wie lange genau, hängt von Gewebequalität, Gewicht, Alter und eventuellen weiteren Schwangerschaften ab. Ein Absinken über die Zeit ist normal.
Kann ich mich in Fürstenfeld beraten lassen?
Ja. Das Erstgespräch und die Nachkontrollen sind in Graz und in Fürstenfeld möglich.
